Futterkohle

Was ist Futterkohle?

Futterkohle ist Pflanzenkohle, die einer strengen Qualitätsüberwachung unterliegt.

Bereits seit vielen Jahrhunderten wird Pflanzenkohle auch zur akuten Behandlung von Tieren eingesetzt. In den letzten Jahren wird sie nun vermehrt als Futterzusatz verabreicht.

Der Einsatz von Pflanzenkohle als Futtermittel hat das Potential, die Tiergesundheit, die Futtereffizienz und das Stallklima zu verbessern, Nährstoffverluste und die Emission von Klimagasen zu reduzieren sowie den Humusgehalt und somit die Bodenfruchtbarkeit zu erhöhen.

Wirkung

Folgende positive Wirkungen von Pflanzenkohle als Futterzusatz wurden in zahlreichen Studien belegt:

  • Zunahme der Futteraufnahme
  • Gewichtszunahme
  • Erhöhung der Futtereffizienz
  • Stärkung des Immunsystems
  • Zunahme der Eierproduktion und Eierqualität bei Geflügel
  • Verbesserung der Fleischqualität
  • Verbesserung der Stallhygiene und der Geruchsbelas­tung
  • Verringerung der Klauen- und Fußballenkrankheiten
  • Verringerung der Tierarztkosten

Die Kaskadennutzung in der Tierhaltung ist eine besonders wirtschaftliche und ökologisch nutzbringende Möglichkeit, die Pflanzenkohle vor der Anwendung als Bodenverbesserer einzusetzen. Die Pflanzenkohle kann dabei als Siliermittel, Futtermittel, in der Einstreu, zur Güllebehandlung und als Kompostzusatz eingesetzt werden.

Die Wirksamkeit in der Fütterung hinsichtlich der Adsorption von Mycotoxinen, die in über 25 % der weltweiten Futtermittel enthalten sind, und der Adsorption einer Vielzahl allgegenwärtiger Pestizide, Umweltgifte, pflanzlicher Toxine im Verdauungstrakt sowie die Linderung bei Befall verschiedenster bakterieller und viraler Pathogene steht unzweifelhaft fest.

Die hervorragenden Adsorptionseigenschaften von Pflanzenkohle in Bezug auf zahlreiche Pestizide und Herbizide, deren Spuren sich häufig in Tierfutter finden, ist ein immer wichtigerer Grund für den Einsatz von Pflanzenkohle als Tierfutter.

Toxische Wirkungen von Pflanzenkohle auf Tier und Mensch wurden bisher von keiner der bisher in wissenschaftlichen Studien als Futter- oder Arzneimittel verwendeten aktivierten und nicht aktivierten Pflanzenkohlen festgestellt. Weder bei kurzfristiger noch bei langfristiger Verabreichung wurden negative Nebenwirkungen registriert.

Bei starker Überdosierung kann es zu Erbrechen und in seltenen Fällen zu Verstopfung führen.

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Arzneimitteln ist zu beachten, dass diese von der Pflanzenkohle im Verdauungstrakt absorbiert und somit in ihrer Wirksamkeit beeinträchtig werden.

Quelle: www.ithaka-journal.net

empfohlene Fütterungsmengen
Tiere Futtermenge Futterkohle Futterkohle (Nettomasse) Futterkohle (Bruttomasse) (XX,X% Feuchtigkeit)
Rinder / Milchkühe 100 kg 300 ml 114 g = 114 * 1,XXX g
Kälber 100 kg 100 ml 38 g = 38 * 1,XXX g
Pferde 100 kg 300 ml 114 g = 114 * 1,XXX g
Ponys 100 kg 150 ml 57 g = 57 * 1,XXX g
Schweine
8 – 20 kg 100 kg 50 ml 19 g = 19 * 1,XXX g
30 – 60 kg 100 kg 100 ml 38 g = 38 * 1,XXX g
90 – 120 kg 100 kg 150 ml 57 g = 57 * 1,XXX g
120 – 150 kg 100 kg 200 ml 76 g = 76 * 1,XXX g
Ziegen und Schafe 100 kg 100 ml 38 g = 38 * 1,XXX g
Lämmer 100 kg 50 ml 19 g = 19 * 1,XXX g
Geflügel 1 kg 3 ml 1,14 g = 1,14 * 1,XXX g
Hunde und Katzen 1 kg 5 ml 1,90 g = 1,9 * 1,XXX g
div. Kleintiere z.B. Nagetiere, Kaninchen … 1 kg 1 ml 0,38 g = 0,38 * 1,XXX g

Die tatsächlich zu verabreichende Menge Futterkohle berechnet sich aus der Nettomasse und der Feuchtigkeit. Z.B. empfohlene Menge 114 g Futterkohle (Nettomasse) entspricht bei einer Feuchtigkeit von 45,5% einer Füttermenge von 114 g * 1,455 = 165,9 g

Bei Erkrankung des Tieres kann für kurze Zeit die Tagesdosis um 50 % erhöht werden.

Bei Vergiftungserscheinungen ist es ratsam, dem Tier zusätzlich Futterkohle zur freien Verfügung anzubieten.