{"id":595,"date":"2018-01-16T08:40:23","date_gmt":"2018-01-16T07:40:23","guid":{"rendered":"http:\/\/pflanzenkohle.de\/?p=595"},"modified":"2018-01-24T17:48:57","modified_gmt":"2018-01-24T16:48:57","slug":"gut-fuers-vieh-schlecht-fuer-die-luft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pflanzenkohle.de\/index.php\/2018\/01\/16\/gut-fuers-vieh-schlecht-fuer-die-luft\/","title":{"rendered":"Gut f\u00fcrs Vieh, schlecht f\u00fcr die Luft"},"content":{"rendered":"<p>Ammoniak ist ein unangenehm riechendes, farbloses, giftiges Gas. Es entsteht unter anderem beim nat\u00fcrlichen Zersetzungsprozess von Harn und Kot. Als Hauptverursacher des klimasch\u00e4dlichen Gases gilt die Landwirtschaft, insbesondere die Tierhaltung. Mittlerweile ist auch bekannt, dass der Ammoniakaussto\u00df bei Freilaufst\u00e4llen um das bis zu F\u00fcnffache gr\u00f6\u00dfer ist als im Vergleich zur fr\u00fcher traditionellen Anbindehaltung. Ein Dilemma in Sachen Tierwohl.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p class=\"copytext\">Hundert Rinder stehen in Josef Kaisers gro\u00dfem offenem Laufstall in H\u00f6pperding bei Traunstein. Ein Freilaufstall gilt als gut f\u00fcr die Tiere, denn sie k\u00f6nnen sich frei darin bewegen. Als der Landwirt 1995 den elterlichen Hof \u00fcbernommen hatte, war die Unterbringung der Rinder noch anders. Tierwohl, wie es heute verstanden wird, war damals kein Thema. Die K\u00fche und das Jungvieh waren zum Beispiel im Stall angebunden, die St\u00e4lle geschlossen. Urin und Kot der Tiere kamen in die Jauchegrube und auf den Misthaufen.<\/p>\n<h2>Was beim &#8222;Odeln&#8220; riecht, ist Ammoniak<\/h2>\n<p>Fr\u00fcher war der Misthaufen der Stolz des Bauern, denn die Ausscheidungen seiner Tiere waren der D\u00fcnger f\u00fcr die Felder. Ein \u00f6kologischer Kreislauf. Heute sind diese Ausscheidungen ein Problem. Bei hundert Rindern fallen eine Menge Kot und Urin an. Pro Tag sind es rund f\u00fcnfzig Liter pro Tier, die als G\u00fclle gesammelt werden, so nennt man dieses ziemlich fl\u00fcssige Gemisch aus Urin und Kot. Die G\u00fclle wird in einem Beh\u00e4lter aufgefangen, um sp\u00e4ter auf Feldern und Wiesen ausgebracht zu werden. Doch die G\u00fclle enth\u00e4lt das klimasch\u00e4dliche Gas Ammoniak, NH<sub>3<\/sub>, und es entweicht sowohl im Offenstall als auch bei der Lagerung und beim Ausbringen\u00a0der G\u00fclle.<\/p>\n<blockquote class=\"qb_text\">\n<p class=\"qb_source\">&#8222;Vermeiden wird man es nicht k\u00f6nnen, au\u00dfer man schafft die Viehhaltung ab. Dann hat es sich mit Bayern und dem Alpeng\u00fcrtel.&#8220; Josef Kaiser, Landwirt<\/p>\n<\/blockquote>\n<h2>Ammoniak &#8211; Luftschadstoff aus der Landwirtschaft<\/h2>\n<p class=\"copytext\">Auch Thomas Unkelbach im oberbayerischen Herdolding hat einen Laufstall f\u00fcr seine 50 Rinder. Und auch er ist vor dem Problem der Ammoniakemissionen nicht gefeit. Der Landwirtschaftsmeister produziert allerdings seit 2014 Pflanzenkohle und setzt sie im Stall ein. Die Kohle, so der Landwirt, speichere Ammoniak und Nitrat. Damit das funktioniert, wird die Pflanzenkohle auf den Spaltenfl\u00e4chen im Stall verstreut. Pro Monat braucht er f\u00fcr 150 bis 180 Kubikmeter G\u00fclle einen knappen Kubikmeter Kohle.<\/p>\n<p class=\"copytext\">Seine Rinder bekommen die Kohle auch zu fressen. Zudem gibt der Bauer Algenkalk und Gesteinsmehl ins Futter. Und er setzt sogenannte Effektive Mikroorganismen ein. Die G\u00fclle soll damit in einen Verrottungszustand gelenkt werden statt zu faulen. Beim Verrotten entweicht weniger Ammoniak und weniger N\u00e4hrstoffe gehen verloren.<\/p>\n<blockquote class=\"qb_text\">\n<p class=\"qb_source\">&#8222;Wenn ich st\u00e4ndig faulige G\u00fclle rausfahre, dann klatsche ich meiner Bodenbiologie jedes Mal eine dr\u00fcber. Wir denken gesamtbetrieblich: Wir wollen einen gesunden Boden haben. Auf dem wachsen gesunde Pflanzen. Dann haben wir gesunde Tiere. Und unter dem Strich haben wir gesunde Lebensmittel!&#8220; Thomas Unkelbach, Landwirt<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Quelle:<a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/notizbuch\/ammoniak-emissionen-klimaschutz-100.html\"> http:\/\/www.br.de<\/a><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n<p><span style=\"border-radius: 2px; text-indent: 20px; width: auto; padding: 0px 4px 0px 0px; text-align: center; font: bold 11px\/20px 'Helvetica Neue',Helvetica,sans-serif; color: #ffffff; background: #bd081c no-repeat scroll 3px 50% \/ 14px 14px; position: absolute; opacity: 1; z-index: 8675309; display: none; cursor: pointer;\">Merken<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ammoniak ist ein unangenehm riechendes, farbloses, giftiges Gas. 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