Selten ging es bei einer Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins heißer zu als bei diesem Seminar: Auf Einladung des Obst- und Gartenbauvereins stellte Sitki Kurhan die Herstellung von „Terra Preta“, der „schwarzen Erde“, vor.

Bei „Terra Preta“ handelt es sich um holzkohlehaltige schwarze Erde, die vor Jahrhunderten von den Indios im Amazonasgebiet angelegt wurde und bis heute hervorragende Ernteergebnisse ohne Kunstdünger erreicht. Die besondere Erde verwandelte nährstoffarmen Boden in ein Paradies für Pflanzen und sicherte die Ernährung der Bevölkerung. Das Wissen über diese außergewöhnliche Form der Bodenverbesserung wurde in den 1990er Jahren von deutschen Forschern wiederentdeckt.

Mit Hilfe eines in der Schweiz hergestellten Geräts mit dem Namen „Kon-Tiki“ stellte Referent Sitki Kurhan beim Pressather Seminar hochwertige Pflanzenkohle her – den Grundstoff zur Gewinnung von „Terra Preta“. Der Namen „Kon-Tiki“ sei die Bezeichnung der Polynesier für ihren „Schöpfer-Gott“ ist und leite sich aus den Worten für Sonne und Feuer ab. Beides stelle auch bei der Herstellung von „Terra Preta“ eine wichtige Rolle dar. Kurhan erläuterte Hintergründe und der „schwarzen Erde“, die nach dem Zerkleinern unter den Kompost gemischt werden kann.

Bereits nach drei Monaten und einmaligem Umwenden habe sich so eine hochwertige Erde gebildet, die in Beeten, an Bäumen und unter Sträuchern verteilt werden kann.

Zur Quelle: https://www.onetz.de